Tauchen und Corona

Stand 20.05.2020

Liebe Mitglieder,

das Aquarius wird bis zum Herbst geschlossen bleiben.
Eine Pressemitteilung in der Borkener Zeitung informierte heute darüber.
Folgend die Basisinformationen:

Sanierung statt Öffnung
Aquarius öffnet erst im Herbst
BORKEN (pd). Statt der Badegäste halten nun die Handwerker Einzug ins
Aquarius: Sie werden eine geplante und notwendig gewordene Baumaßnahme vorziehen….
…Voraussichtlich Ende September werden die Umbaumaßnahmen abgeschlossen sein: „Wir möchten all unseren Gästen zu den Herbstferien wieder uneingeschränkten Badespaß bieten können“, hofft Keßeler…

Stand 11.05.2020

Liebe Vereine, liebe Sportkolleg*innen,

die Lockerungen der Corona-Regeln in NRW erlauben seit dem 07.05. den Sport- und Trainingsbetrieb im kontaktlosen Breiten- , Leistungs- und Freizeitsport und haben damit eine große Erleichterung in der Sport-Vereinswelt ausgelöst.
Ab dem 11. Mai haben Sportvereine zudem die Möglichkeit, vereinseigene Sporthallen bzw. Kursräume wieder zu öffnen. Damit sind zwar die Voraussetzungen für eine schrittweise Rückkehr in den Sport- und Trainingsbetrieb geschaffen. Allerdings erfordert die Anpassung der Vereinsaktivitäten an die außergewöhnliche Situation, die unter anderem mit strengen Abstandsregeln und Hygienevorschriften einhergeht, auch Zeit. Schließlich bleibt die Eindämmung der Pandemie das oberste Ziel, die Wiederaufnahme des vereinsbasierten Sporttreibens muss entsprechend höchst verantwortungsvoll erfolgen und zudem die kommunalen Besonderheiten berücksichtigen.
Somit können wir leider keine Patentlösung bieten, und eine hohe Eigenverantwortung und Kreativität der Vereine für vorzuhaltende Konzepte ist gefordert.
Gerne stehen wir euch für Rückfragen zur Verfügung und unterstützen so gut wie möglich.

Der VDST hat für den gesamten Tauchsport, sowohl im Leistungs- als auch im Breitensport, ein umfassendes Positionspapier veröffentlicht, das bis auf weiteres die Ausübung unseres Sports sowohl im Freigewässer als auch im Schwimmbad regelt. Ihr findet dieses anbei und auf der VDST-Lernplattform unter https://e-learning.vdst.de/course/view.php?id=630.

Wir haben beschlossen den Tauchbetrieb an unseren Verbandsseen wie folgt aufzunehmen:

  • Der Tauchbetrieb am Rursee beginnt am 15.05.2020, allerdings zunächst nur an Bank 2. Außerdem ist eine Voranmeldung unter rursee@tsvnrw.de notwendig.
     
  • Die Agger nimmt den Tauchbetrieb am 17.05.2020 wieder auf.

Bittet beachtet bei der Anreise und an den Seen das immer noch geltende Kontaktverbot.

Informationen zur Öffnung weiterer Tauchseen findet ihr hier: TSV NRW Internetseite -> Aktuelles

Die Landesregierung sieht für die weitere Öffnung folgenden Zeitplan vor:

  • Ab dem 20. Mai: Öffnung der Freibäder außer Spaßbäder
     
  • Ab dem 30. Mai
    – allmähliche Rückkehr in den Wettkampfmodus
    – Öffnung der Hallenbäder
    – Nutzung von Umkleiden und Sanitäranlagen

    Mit sportlichen Grüßen
    Euer Vorstand

Tauchen nach COVID19-Erkrankung: Gemeinsame Stellungnahme von GTÜM, DLRG und VDST

24.04.2020 um 11:12 Uhr

Stellungnahme
Tauchen nach COVID19-Erkrankung

Murnau/Bad Nenndorf/Offenbach, den 24.04.2020

Gemeinsame Stellungnahme der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM), der Leitung Medizin der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und des Fachbereichs Medizin des Verbandes Deutscher Sporttaucher (VDST) zum „Tauchen nach COVID19-Erkrankung“

Diese Stellungnahme basiert auf dem Wissensstand vom 19.04.2020. Es können sich naturgemäß bei einer solchen dynamischen Situation, mit noch bestehenden Wissenslücken, Änderungen der Bewertung ergeben.

Präambel:

In den letzten Tagen hat ein Artikel des tauchmedizinisch und intensivmedizinisch sehr erfahrenen Kollegen Dr. Frank Hartig (Leitender Oberarzt der Gemeinsamen Einrichtung für Internistische Notfall- und Intensivmedizin an der Medizinischen Universität Innsbruck) insbesondere in den sozialen Medien für große Aufmerksamkeit gesorgt. Verunsicherte Taucher und Ärzte haben sich an uns gewendet, weswegen wir an dieser Stelle den gegenwärtigen Wissenstand einordnen möchten.

Der Artikel selbst stellt eine Beobachtung des Autors aus seiner beruflichen Tätigkeit dar, es handelt sich um keine wissenschaftliche Studie. Aufgrund der Tätigkeit in einem Universitätsklinikum darf die Frage aufgeworfen werden, ob die gesehenen Patienten wirklich repräsentativ sind oder nicht überwiegend schwere / komplizierte Fälle gesehen werden.

Sauerstoffgabe bei COVID19-Erkrankung

Bis heute ist kein ursächlicher (kausaler) Zusammenhang zwischen der Gabe von Sauerstoff und einer erhöhten Schwere einer COVID19-Erkrankung bzw. Intubationspflichtigkeit bekannt. Die Gabe von Sauerstoff sollte daher weiterhin nach notfall- und intensivmedizinischen Standards erfolgen. Das aktuelle Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) empfiehlt ausdrücklich im Zusammenhang mit COVID19 eine Sauerstofftherapie als Eskalationsstufe solange keine Indikation zur endotrachealen Intubation vorliegt.

Aufgrund des Risikos einer Aerosolbildung ist auf ausreichende persönliche Schutzausrüstung (Augenschutz, FFP2-bzw. FFP-3 Maske, Kittel) zu achten, wenn Sauerstoff appliziert wird.

COVID19-Erkankung und nachfolgende Tauchtauglichkeit

COVID19 ist eine Erkrankung mit einer sehr großen Bandbreite der Erkrankungsschwere, es sind asymptomatische Verläufe genauso bekannt wie schwerste respiratorische Insuffizienz mit nachfolgendem Versterben der Patienten. Die ganz überwiegende Mehrheit der Patienten weist milde Verläufe auf. Vor diesem Hintergrund ist eine differenzierte Beurteilung der Frage einer Tauchtauglichkeit notwendig.

Aus der SARS-Epidemie 2002 (SARS-CoV) ist bekannt, dass nach einer Virus-Pneumonie pulmonale Veränderungen (meist postinfektiöse Infiltrate in der Bildgebung oder ähnliches) lange anhalten, aber in der Nachbeobachtung über zwei bis drei Jahre konstant zurückgingen und in den meisten Fällen ganz verschwanden. Wesentliche Funktionseinschränkungen waren nur selten damit vergesellschaftet. Die noch am häufigsten vorliegende Einschränkung der CO-Diffusionskapazität normalisierte sich in den meisten Fällen ebenfalls im Verlauf.

Es wird daher, zum gegenwärtigen Zeitpunkt, bezüglich der Fragestellung einer Tauchtauglichkeit folgendes Vorgehen empfohlen:

  1. Bei Nachweis von SARS-CoV2 Diagnose COVID19 erlischt eine vorhandene Tauchtauglichkeit. Die (Wieder)Erteilung der Tauchtauglichkeit sollte ausschließlich durch einen tauchmedizinisch qualifizierten Arzt erfolgen. Das reine Abklingen der Symptome, wie bei einem grippalen Infekt, ist nicht ausreichend.
  2. Bei milder Erkrankung (ambulante Behandlung oder stationäre ohne Sauerstoffpflichtigkeit / ohne Zeichen der respiratorischen Insuffizienz) kann die Tauchtauglichkeit nach einem Monat Symptomfreiheit beurteilt werden. Sofern keine anderweitigen Kontraindikationen, aus Betroffenheit von Organsystemen oder Funktionen (z.B. kardiale und thromboembolische Komplikationen) vorliegen, kann die Tauchtauglichkeit bei unauffälliger Lungenfunktion (Spirometrie) erteilt werden. Bei einer Wiedererteilung der Tauchtaug- lichkeit sollte der Ausgangsbefund der Spirometrie bei der initialen Tauchtauglichkeitsuntersuchung zum Vergleich herangezogen werden.
    Persönliche Beobachtung in der pneumologischen Praxis von Robin Engert: Patienten nach durchgemachter Infektion mit SARS-CoV-2, die beschwerdefrei sind, weisen praktisch nie Auffälligkeiten in der Bodyplethysmographie/Lungenfunktionsuntersuchung, Blutgasanalyse oder der CO- Diffusionskapazität auf.
  3. Bei schwerer Erkrankung mit respiratorischer Insuffizienz (Beatmung, COVID19-Pneumonie, deutliche Veränderungen in der thorakalen Bildgebung) sollte zunächst eine im stationären Entlassbericht emp- fohlene Kontrolldiagnostik abgeschlossen sein. Nach schweren Verläufen sollte mindestens ein dreimo- natig, aufgrund der noch nicht vollständig bekannten Pathophysiologie eher sechsmonatig, beschwerde- freies Intervall bestehen, bevor die Tauchtauglichkeit überprüft wird.
    Hinsichtlich der Tauchtauglichkeit ist ein besonderes Augenmerk auf postinfektiöse Narben, insbesondere pleurale Adhäsionen, pulmonale Kavitäten nach Gewebsdestruktion und/oder fibrotische Veränderungen zu legen. Bei Hinweisen auf diese Veränderungen, z.B. Vorbefunde der stationären Behandlung, ist die ergänzende Durchführung einer HR-CT der Lunge zur weiteren Beurteilung erforderlich.
    Ansonsten kann die Tauchtauglichkeit, nach Ausschluss anderer Kontraindikationen, aus Betroffenheit von Organsystemen oder Funktionen (z.B. kardiale und thromboembolische Komplikationen), bei einem Normalbefund der Lungenfunktion (Spirometrie) erteilt werden. Bei einer Wiedererteilung der Tauchtauglichkeit sollte der Ausgangsbefund der Spirometrie bei der initialen Tauchtauglichkeitsuntersuchung zum Vergleich herangezogen werden.
    Bestehen mehr als drei Monate nach der Entlassung noch Beschwerden, ist unabhängig von der Frage der Tauchtauglichkeit eine weitere medizinische Abklärung (Pneumologie, Kardiologie, etc.) indiziert.

COVID19-Erkankung und hyperbare Sauerstofftherapie (HBO)

Bezüglich einer möglichen Therapieindikation zur hyperbaren Sauerstofftherapie sind Studien angemeldet. Aussagekräftige und belastungsfähige Ergebnisse liegen derzeit nicht vor.

gez. Dr. Karin Hasmiller
Präsidentin GTÜM
Dr. Norbert Matthes
Bundesarzt DLRG
Dr. Heike Gatermann
Fachbereichsleiterin Medizin VDST

Trainingsausfall

Lieber Taucherinnen und Taucher,

aufgrund der aktuellen Lage rund um den Corona-Virus,
findet ab sofort kein Training und kein Schnuppertauchen statt.

Auch der freie Zutritt zum Schwimmbad ist nicht möglich, da das Aquarius über diese Entscheidung und Maßnahme unterrichtet wurde.

Diese Regelung gilt ab sofort bis auf Widerruf.

Sobald sich eine Änderung abzeichnet, informieren wir hier und
über alle bekannten vereinsinternen Kanäle.